Was ist GovTech?

Als GovTech werden Technologie-Ansätze bezeichnet, die Dienstleistungen und Prozesse innerhalb öffentlicher Einrichtungen sowie in der Interaktion mit Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen oder auch zwischen Geber- und Partnerländern effizienter und transparenter machen. Für Letzeres hat das BMZ gemeinsam mit der KfW ein Standardtool entwickelt: Mit TruBudget werden Mittelflüsse jederzeit transparent und nachvollziehbar.

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GovTech in der Corona-Response

Regierungen können digitale Lösungen einsetzen, um Hilfsmaßnahmen und die Verteilung medizinischer Geräte zu koordinieren, die Verbreitung von Krankheiten zu überwachen und Menschen zu warnen, die mit infizierten Personen in Kontakt gekommen sind. Darüber hinaus bietet GovTech die Möglichkeit, kontaktlos und transparent wirtschaftliche Unterstützung wie Arbeitslosengeld, kurzfristige Darlehen oder Zuschüsse zu beantragen und eine schnelle Genehmigung zu erhalten.

Digitale Zahlungen haben sich in Krisensituationen (wie z.B. in der Ebola-Krise 2014) als zukunftsweisende Lösung bewährt. Der Ausbau von Netzwerken für digitale Zahlungen, die Subventionierung von Provisionen für digitale Transaktionen, die Stärkung digitaler Zahlungssysteme und die Förderung digitaler Instrumente für ein Gesundheitsbewusstsein können zu Innovationen führen, die dazu beitragen, COVID-19 einzudämmen oder zu verhindern. Durch die Entwicklung und Stärkung des elektronischen Handels und der Tür-zu-Tür-Zustellungssysteme mit den wichtigsten Marktakteuren werden die Menschen ihre Bewegungen reduzieren und während der Beschränkungsphase besser leben können.

Nutzungspotenzial für die Kernthemen

Vorteile von GovTech für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit?

Eine transparente öffentliche Verwaltung leistet einen wichtigen Beitrag für Armutsbekämpfung und integratives Wachstum in unseren Partnerländern. Gleichzeitig führen mangelnde Kapazitäten in den Entwicklungsländern dazu, dass Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen unzureichenden Zugang zu den Leistungen des Staates haben. Der Einsatz von digitalen Lösungen im öffentlichen Sektor kann Verwaltungshandeln schneller und kostengünstiger machen. Damit sorgt GovTech für mehr Effizienz und Transparenz, und erhöht das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Verwaltung. Deshalb wollen wir verstärkt die Digitalisierung von Verwaltungshandeln weltweit fördern.

Viele Projekte verwenden bereits GovTech Elemente und stellen Regierungen in Partnerländern unabgestimmt unterschiedliche Software zur Verfügung. Dies führt zu Flickenteppichen mit vielen Einzellösungen, zu Mehraufwänden im Betrieb und der Wartung sowie zu Kommunikationsproblemen an den Schnittstellen.

In allen Projekten der deutschen EZ sollten einheitliche Standards, Interoperabilität sowie das Prinzip der Open Source gelten, damit digitale Lösungen nachhaltig genutzt und weiterentwickelt werden können. Allen Softwarelösungen zu Grunde liegen sog. IKT-Bausteine, die sich in vielen Programmlösungen wiederholen, zum Beispiel ID-Managementsysteme und Kommunikationstools. Auf UN-Ebene werden einheitliche IKT-Bausteine angestrebt, die langfristig sowohl von den nationalen Regionen wie auch allen Gebern genutzt werden.