Partnerschaften für inklusive KI: Der Weg zur HSC 2026
Der Artikel wurde ursprünglich hier veröffentlicht: Responsible AI in Action: Aligning Efforts Ahead of HSC 2026
Der Countdown zur Hamburg Sustainability Conference (HSC) 2026 läuft. Während künstliche Intelligenz (KI) weltweit Wirtschaft, Gesellschaft und Entwicklung verändert, wächst zugleich auch das globale gemeinsame Engagement für eine verantwortungsvolle KI, die zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beiträgt und niemanden zurücklässt.
Zwei wichtige Veranstaltungen in den vergangenen Monaten haben gezeigt, wie Regierungen, internationale Organisationen, Unternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam daran arbeiten, das Potenzial von KI inklusiv und nachhaltig nutzbar zu machen: der India AI Impact Summit in Neu-Delhi sowie ein gemeinsames Webinar von UNDP, der Internationalen Handelskammer (ICC) und der Hamburg Sustainability Conference. Beide Veranstaltungen verdeutlichten, worum es auf dem Weg zur HSC 2026 geht: Partnerschaften, die verantwortungsvolle KI in konkrete Wirkung für nachhaltige Entwicklung übersetzen.
Wenn sich am 29. und 30. Juni 2026 Entscheidungsträger*innen aus aller Welt in Hamburg versammeln, werden diese Gespräche und Initiativen eine wichtige Grundlage für den weiteren Ausbau der Hamburger Erklärung für verantwortungsvolle KI zur Erreichung der SDGs bilden.
India AI Impact Summit: Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Im Februar 2026 veranstalteten das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beim India AI Impact Summit in Neu-Delhi eine hochrangige Veranstaltung zum Thema „Multistakeholder Partnerships for Thriving AI Ecosystems“.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie KI so gestaltet werden kann, dass ihr Nutzen möglichst vielen Menschen zugutekommt. Denn KI bietet großes Potenzial, Fortschritte in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft und Klimaschutz zu beschleunigen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass bestehende Ungleichheiten weiter verstärkt werden, wenn der Zugang zu Technologie, Daten, Rechenkapazitäten und Kompetenzen ungleich verteilt bleibt.
Partnerschaften als Schlüssel für inklusive KI
Ein zentrales Ergebnis der Diskussion war die Erkenntnis, dass kein Akteur diese Herausforderung allein bewältigen kann.
Regierungen schaffen die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für verantwortungsvolle KI. Unternehmen entwickeln und verbreiten technologische Lösungen. Wissenschaft und Forschung liefern Erkenntnisse und Innovationen. Die Zivilgesellschaft bringt die Perspektiven der Menschen ein, die Gefahr laufen, von technologischen Entwicklungen ausgeschlossen zu werden. Internationale Organisationen wiederum schaffen Brücken zwischen globalen Prozessen und lokalen Bedürfnissen.
Die Teilnehmenden waren sich einig: Der Zugang zu Technologie, Daten und digitalen Kompetenzen ist eine zentrale Voraussetzung für eine inklusive KI-Entwicklung. Ebenso wichtig ist die Förderung lokaler Innovationen und die Stärkung von Gemeinschaften im Globalen Süden. Nur durch starke Partnerschaften können die Chancen von KI breit zugänglich gemacht werden.
Wirtschaftliches Engagement für die Nachhaltigkeitsziele stärken
Am 19. März 2026 veranstalteten UNDP, die Internationale Handelskammer (ICC) und die Hamburg Sustainability Conference das Webinar „Responsible AI for the SDGs: Insights from the Hamburg Sustainability Conference“. Die Veranstaltung brachte Vertreter*innen der internationalen Wirtschaft mit Führungspersönlichkeiten von UNDP, BMZ und HSC zusammen.
Im Fokus stand die Rolle des Privatsektors bei der Umsetzung verantwortungsvoller KI. Deutlich wurde: Die Transformation hin zu einer inklusiven digitalen Zukunft kann nur gelingen, wenn Unternehmen aktiv Verantwortung übernehmen und ihre Innovationskraft in den Dienst nachhaltiger Entwicklung stellen.
UNDP stellte dabei seine Arbeit zur digitalen Transformation in mehr als 130 Ländern vor und unterstrich die Bedeutung enger Kooperationen mit der Wirtschaft. Denn die Entwicklung und Skalierung von KI-Lösungen erfordert Investitionen, Fachwissen und langfristiges Engagement über Sektorengrenzen hinweg.
Die Hamburger Erklärung: Von gemeinsamen Prinzipien zu konkretem Handeln
Ein Schwerpunkt des Webinars war die Hamburger Erklärung für verantwortungsvolle KI zur Erreichung der SDGs.
Die Erklärung wurde auf der Hamburg Sustainability Conference 2025 verabschiedet und ist die erste globale Multistakeholder-Erklärung mit explizitem Fokus auf verantwortungsvolle KI in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Sie orientiert sich an den fünf Handlungsfeldern der Agenda 2030 – Menschen, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaften – und formuliert gemeinsame Prinzipien für eine gerechte, inklusive und nachhaltige Gestaltung von KI.
Mittlerweile unterstützen nahezu 60 Organisationen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen die Erklärung.
Dabei geht es nicht allein um politische Absichtserklärungen. Die Unterstützer*innen verpflichten sich zu konkreten Maßnahmen, darunter:
- die Förderung von KI-Kompetenzen für Hunderttausende Menschen,
- die stärkere Beteiligung von Frauen an der digitalen Transformation,
- die Bereitstellung offener Datensätze als digitale öffentliche Güter,
- sowie der Ausbau gemeinsamer KI-Infrastrukturen.
Die HSC 2026 wird erstmals Gelegenheit bieten, die Fortschritte dieser Verpflichtungen sichtbar zu machen und neue Impulse für gemeinsames Handeln zu setzen.
Warum Unternehmen eine zentrale Rolle spielen
Sowohl beim India AI Impact Summit als auch im ICC-Webinar wurde deutlich, dass Unternehmen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung verantwortungsvoller KI einnehmen.
Sie entwickeln die Technologien, die zunehmend unseren Alltag prägen. Sie investieren in Innovationen und schaffen die Infrastruktur, auf der digitale Transformation aufbaut. Damit tragen sie eine besondere Verantwortung, sicherzustellen, dass KI dem Gemeinwohl dient und nachhaltige Entwicklung unterstützt.
Ein Engagement im Rahmen der Hamburger Erklärung eröffnet Unternehmen die Möglichkeit,
- zur Gestaltung internationaler Debatten über verantwortungsvolle KI beizutragen,
- sich mit Regierungen, internationalen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zu vernetzen,
- erfolgreiche Praxisbeispiele sichtbar zu machen,
- und eigene Nachhaltigkeits- und KI-Ziele in konkrete Maßnahmen zu übersetzen.
Verantwortungsvolle KI ist damit nicht nur eine Frage der Regulierung, sondern auch eine Chance, Vertrauen aufzubauen und langfristig Wirkung zu erzielen.
Ausblick auf die HSC 2026
Die Hamburg Sustainability Conference am 29. und 30. Juni 2026 wird ein wichtiger Meilenstein für die internationale Zusammenarbeit zu verantwortungsvoller KI und nachhaltiger Entwicklung sein. Im Mittelpunkt stehen:
Machen Sie mit
Die Diskussionen der vergangenen Monate zeigen: Verantwortungsvolle KI entsteht dort, wo unterschiedliche Akteure zusammenarbeiten und gemeinsame Verantwortung übernehmen.
Ob Unternehmen, politische Entscheidungsträger*innen, internationale Organisationen, Wissenschaft oder Zivilgesellschaft – die Hamburger Erklärung bietet einen konkreten Rahmen, um die Chancen von KI für nachhaltige Entwicklung nutzbar zu machen und gleichzeitig Risiken zu adressieren.
Die nächste Hamburg Sustainability Conference findet am 29. und 30. Juni 2026 statt.
Neue Partnerschaften beginnen hier. Für die Unterstützung der Hamburger Erklärung für verantwortungsvolle KI zur Erreichung der SDGs oder für Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der HSC 2026 kontaktieren Sie: