Die Digitalisierung verändert die Welt in gewaltigem Tempo: Fast fünf Milliarden Menschen nutzen das Internet. Das entspricht etwa 63 Prozent der Weltbevölkerung. Seit 2011 hat sich die Anzahl der Nutzer*innen verdoppelt. Laut aktuellen Schätzungen werden 2023 rund 30 Milliarden Geräte an das Internet angeschlossen sein.

Digitale Klüfte schließen

Mit digitalen Technologien aus der Armutsfalle

Wertebasierte digitale Standards

Menschenzentrierte und klimafreundliche Gestaltung der Digitalisierung

Digitale Souveränität

Durch Open-Source Abhängigkeiten verringern und Resilienz stärken

Datensouveränität

Potentiale von Daten für Wertschöpfung und Entscheidungen nutzen

Gleichzeitig steht die Weltgemeinschaft vor großen Herausforderungen: Die Corona-Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen, der Krieg in der Ukraine verschärft den Hunger auf dem afrikanischen Kontinent, der Kampf gegen den Klimawandel geht ebenso weiter wie der für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter. Digitale Lösungen und Instrumente können als Beschleuniger dienen, diese Probleme zu lösen.

Wir wollen Entwicklung in einer digitalen Welt deswegen neu denken. Im Mittelpunkt steht dabei das Engagement gegen Armut und Hunger und für gesunde Menschen in einer gesunden Umwelt. Das BMZ versteht sich als Transformationsministerium, das weltweit den Umbau hin zu einer nachhaltigen, klima- und naturverträglichen Wirtschaftsweise voranbringt („Just Transition“) und zugleich Frieden, Freiheit und Menschenrechte stärkt.

Vier übergreifende Ziele stehen über der aktuellen Legislaturperiode:

Hunger und Armut mindern

Just Transition vorantreiben

Die Covid-19-Pandemie und ihre Folgen bekämpfen

Eine feministische Entwicklungspolitik entwickeln

Diese Ziele prägen auch unser Engagement im Bereich Digitalisierung:

Wir nutzen digitale Technologien und unterstützen unsere Partnerländer digitale Klüfte zu überwinden, indem wir lokale digitale Ökosysteme stärken – beispielsweise mit unseren Digitalzentren.

Just Transition treiben wir voran, indem wir die grüne und die digitale Transformation zusammendenken – und zum Beispiel energieintensive Rechenzentren zu grünen Rechenzentren mit neutraler Klimabilanz machen.

Digitale Lösungen helfen auch bei der Bewältigung der weltweiten Pandemie: e-Health-Anwendungen unterstützen Partnerländer, die Ausbreitung von Krankheiten in den Griff zu bekommen. Mit sicheren digitalen öffentlichen Gütern lassen sich wirksame Instrumente kostenlos verfügbar machen.

Auch zu einer feministischen Entwicklungspolitik kann Digitalisierung einen wichtigen Beitrag leisten: Mit digitalen Lernangeboten beispielsweise, die sich gezielt an Mädchen und Frauen wenden und so zugleich die digitale Kluft zwischen den Geschlechtern überbrücken, die gerade in Afrika besonders groß ist: Dort nur etwa halb so viele Frauen das Internet wie Männer.

Unsere Seiten stellen die politischen Initiativen vor, die die Partnerländer dabei unterstützen, diese Ziele zu erreichen und geben einen Überblick über digitale Lösungen, mit denen die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die Herausforderungen der globalen Entwicklung angeht und durch Technologien und internationale Zusammenarbeit auf die monumentalen Herausforderungen unserer Welt reagiert.