Entscheidend ist, dass wir die digitale Transformation aktiv so gestalten, dass sie der sozial-ökologischen Transformation dient.

Martin Wimmer, Chief Digital Officer, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Die Digitalisierung schreitet in rasendem Tempo voran. Beschleunigt durch die Covid-19 Pandemie stellt die digitale Transformation von Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Wirtschaft Gewohntes auf den Kopf. Gleichzeitig bietet sie die Chance, mehr Fortschritt zu wagen – im Inland und in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.

Aufbauend auf den Kernzielen der neuen Bundesregierung, die digitale Transformation und die internationale Digitalpolitik aktiv zu gestalten, hat Bundesministerin Svenja Schulze eine faire, nachhaltige und menschliche Digitalisierung als eines von zwei Perspektivthemen in den neuen Leitlinien des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) verankert.

Umsetzung

Um mit dem Perspektivthema „Digitalisierung“ die digitale Transformation der Entwicklungszusammenarbeit zu gestalten, hat das BMZ ein neues Governance-Modell mit Austauschformaten für die interne Kollaboration und die Konsultation von Partnern eingerichtet, bestehend aus einem strategischen Board und einem operativen Steuerungskreis. „Transformationsforen“ erörtern Anforderungen und Anregungen in einem Beratungsprozess mit nationalen und internationalen Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Durchführungsorganisationen. Durch diese Gremien wird die interne digitale Transformation und die Integration neuer digitaler Standards und Lösungen in die Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit gleichermaßen vorangetrieben.

Was sind die Schwerpunkte des Transformationsprozesses?

Durch künstliche Intelligenz, Blockchain-Technologie oder modernes Datenmanagement beschleunigt das BMZ den Technologiewandel in seinen Partnerländern und unterstützt  Regierungen dabei, ihre  digitale Souveränität zu sichern, einen nachhaltigen wirtschaftlichen (Wieder)Aufbau zu gewährleisten und digitale Klüfte zu überwinden. Mit der Mission, digitale Lösungen für die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele und der vier BMZ Leitungsprioritäten einzusetzen, gestaltet das BMZ eine sozial-ökologisch ausgerichtete Digitalpolitik auf Augenhöhe mit den Partnerländern. 

Die eigene Verwaltung modernisiert das BMZ durch agiles Projekt-Management und die Einführung zeitgemäßer Informations- und Kommunikationstechnik (IKT).

Um evidenzbasierter zu handeln und Maßnahmen besser zu monitoren, baut das BMZ das interne Datenmanagement aus. Ziel ist es, Daten von hoher Qualität und Aktualität zu erhalten.

Verwaltungsmodernisierung

Zeitgemäße IT und Innovationen der IKT Branche nutzen.  Verwaltung modernisieren und ein agiles Projektmanagement im BMZ errichten.

Datenmanagement

Datenmanagement im BMZ weiter modernisieren und eine Datenbasis aufbauen, die für entwicklungspolitische Entscheidungen nutzbar ist.

Digitalpolitik

Technologiewandel zusammen mit den Partnerländern vorantreiben. Internationale Digitalpolitik sozial-ökologisch mitgestalten.

Für die digitale Transformation in der Entwicklungszusammenarbeit werden nationale und internationale Expert*innen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen eingeladen, um in Anhörungsformaten Impulse zu geben und das Perspektivthema Digitalisierung mit Leben zu füllen.